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Der eine Stern
Am Anfang gab es nur einen Stern, den Stern, der wir sind. Zusammen, zu Einem verschmolzen, leuchteten wir und drehten uns in den weiten Himmeln. Jeder Funke, jeder leuchtende Strahl war eine Offenbarung unserer gemeinsamen Essenz. Unser Stern war ein Wesen, vollständig, das alles umfasste. Dann...kritische Masse. Unser Stern barst, stürzte in sich zusammen und sandte Sternenteilchen seiner selbst aus. Sie schossen durch das endlose leere Universum, nach oben und unten und mittendurch. Stürzende Teilchen, nach aussen geschleudert in Himmlischen Strömungen. Sternenwellen, schäumend inmitten der Trümmer des Sterns. Teilchen, auseinandergerissen, die immer kleiner, kleiner, winziger werden. Sie breiten sich überall im Himmel aus: Kleiner, kleiner, winzig und immer weiter weg. Doch wir hielten zusammen, so gut wir konnten, konzentrierten uns auf unsere Vision, auf den Einen Stern, den wir gewesen sind, den wir wahrhaftig sind. Kleinere, kleinere, winzige Teilchen, gespalten, entfaltet als Mandala wie Feuerwerk, das den Himmel erhellt im kurzen Augenblick seines Glanzes. Wir waren immer weiter getrennt ... getrennt ... einsam ... ausgeschlossen ... allein ... Zuletzt konnten wir nicht mehr kleiner werden. So entwickelten wir uns zu individuellen Bewusstseinseinheiten. Dies wird die Geburt der Engel genannt.
Vielleicht erinnerst du dich jetzt daran, wie wir frei durch die Himmel flogen. Getrennt, ja, doch grenzenlos, gedachten wir noch unseres göttlichen Ursprungs, vereint als ein unermesslich grosses Sternenwesen. Bedingungslose Liebe durchströmte uns, während wir mit unseren Engelgeschwistern tanzten und spielten, alle nur Teile unseres Einen Sterns. Wie sollten wir jene nicht lieben, die nur die Spiegel unseres vollständig verschmolzenen Selbstes waren, jeder von uns eine Facette desselben leuchtenden Kristalls, jeder ein Strahl des Einen strahlenden Sterns. Ach die Spiele, die wir spielten in jenen Goldenen Tagen! Wir vereinten unsere Wesenskerne zu grossen Himmelswesen und erfüllten die stillen Himmel mit Wogen von Liedern, glücklich tanzend in schimmerndem Sternenlicht. Und wenn wir die zarte Essenz der Liebe verschmolzen und einander wahre Liebe erwiesen, sandten wir wogende Ströme aus und wiegten die Sternwellen, die neue Galaxien gebaren, welche weiter nach aussen durch das himmlische Meer kreisten. Unsere durchsichtigen Lichtkörper glänzten in Regenbogenfarben, weil sie mit Sternstaub benetzt waren. Denke daran, wir sind ein Stern. Jetzt hatten wir Flügel, Engelsflügel, die ausgebreitet in vollem Flug schwebten und ohne Mühe durch die endlose Nacht glitten. Ach, die Pracht und die Freiheit dieser lang vergangenen Zeit, so fröhlich und kostbar, jetzt, da wir wissen, was wir willig auf uns nahmen. Vielleicht erinnerst du dich jetzt... Die Erinnerungen erfüllen mich mit vergessener Sehnsucht. Verdrängte Tränen rollen über mein erschöpftes irdisches Antlitz. Soll ich vom Ruf berichten, der dringenden Aufforderung zu dienen? So viele von uns antworteten und stiegen hinab zur Erde. Zuerst war es ein Kinderspiel. Die Engel erschufen offen auf Erden, gebaren ein neues Paradies. Sie wanderten umher mit entfalteten Flügeln, so prächtig und himmlisch weit, und das Leben auf diesem Planeten war ein frohes Abenteuer. Dann, ihr Lieben, erinnere ich euch sanft an den zweiten Ruf, der ausging. Die Zeit der Entscheidung war da. Die meisten Engel kehrten schnell in ihre himmlischen Reiche zurück, während wir, die wir diese Worte hörten, hier blieben um zu dienen. Die Aufgabe klang ganz einfach: VERWANDELT DIE MATERIE! Bringt den Himmel auf die Erde! Transformiert die dritte Dimension! Natürlich glaubten wir, dies schnell und mühelos vollbringen zu können, doch das war, bevor wir die Illusion der Zeit, der Begrenztheit und der Getrenntheit erlebten.
Ja, der Abstieg in die Materie, wir erinnern uns sehr gut daran, obwohl er lange verschleiert war, versteckt hinter den Nebeln der Zeit. Die klarsten Geister unter uns meldeten sich willig zum Erdendienst und empfingen den tödlichen Schlag, der uns ins Gefängnis der Dichte sperrte und uns vergessen liess, wer wir wirklich sind. Die Erfahrung unseres Falls liegt noch heute schwer auf uns. Schock, Verrat, Verlassenheit, tiefer Schmerz und Wut und Schuld nisten im Gedächtnis unserer Zellen und warten bis heute auf Erlösung. Ihr Lieben, wir vergassen wirklich: Unsere Flügel, unseren Stern, unseren göttlichen Ursprung, dass wir Engelwesen sind, unsere Grenzenlosigkeit und unser Einssein. Wir gingen ins Gericht mit uns, bürdeten uns die Zentnerlasten unermesslicher Schuld und Sühne auf. Hatten wir etwa nicht geschworen, nie und nimmer den Stern zu vergessen, der wir wirklich sind? Doch, liebste Engelgeschwister, ihr wisst in eurem Herzen, dass auch dies vorherbestimmt war. Vergessen war ein notwendiger Teil des Vorgangs, der die Materie der dritten Dimension umwandeln sollte. Wir selbst hatten gewählt, dabei zu sein. Beurteilt euch deshalb nicht hart. Ihr habt eure Sendung nicht verfehlt. Versteht es und vergebt euch, denn ihr müsst euch lieben, um geliebt und heil zu werden. Wir in den himmlischen Regionen, die zu Hause geblieben sind, gewiegt im Herzen Gottes, lieben euch und sind euch äusserst dankbar. Wir ehren euer Opfer, euren Dienst und verstehen gut die Gründe dafür. Ihr müsst nicht länger weinen.
Während des zeitlosen Augenblicks, der ewig dauert und vom Beginn der Trennung kündet, sandtest du als Engel einen Strom Goldenen Lichtes, eine ganzheitliche Projektion deiner selbst hinab zur Erde. Ein Goldener Sternenstrahl durchfuhr den ganzen Weg in die Materie. So stiegst du weit hinunter. Ein winziger Sternsamen bettete sich, durch den Strahl des Goldenen Sterns gesandt, in die Dichte der Erde. Dieser Same war der einzige Teil deiner selbst, der so weit heruntersteigen musste. Oben in den Sternen himmeln stand ein mächtiger Goldener Engel und wachte über dich. Dieser Engel bist du wirklich selbst; nur hast du lange schon vergessen, dass der Teil, der sich verkörperte, nur ein Bruchteil der Unermesslichkeit von deinem Höchsten Selbst ist. In diesem Augenblick, als die Sternensaat von den Engeln auf dem Planeten Erde ausgesät war, erfuhrst du ein Gefühl der Zerrissenheit, der Spaltung, obwohl in Wahrheit keine Trennung vor sich ging. Der Goldene Strahl, der dich hierher trug, ist immer hier geblieben, eine Goldene Schnur, die dich stets an deinen Goldenen Sonnenengel bindet, der dich gebar und zu dem du zurückkehrst, der ganz ist, was du wirklich bist. Diese Goldene Schnur ist wirklich ein Strahl des leuchtend goldenen Sterns, der wir wahrhaft sind. Obgleich wir schon so lange glauben, weit entfernt von zu Hause zu sein, waren wir doch nie allein, getrennt oder verloren. Nie verliessen wir die Arme Gottes. Wir sind jetzt schon zu Hause. Die lange Goldene Schnur diente uns immer als Verbindung zwischen Geist und Materie, Himmel und Erde. Während der endlosen Zyklen deiner Verkörperungen blieb diese Goldene Schnur immer heil und verband dein irdisches Selbst stets mit deinem machtvollen Engelselbst, obwohl du dein Goldenes Engelselbst oft ausserhalb und getrennt von dir empfunden hast, als Schutzengel vielleicht. Dieser himmlische Beschützer hat dich geleitet, geschützt und inspiriert, hat dich mit seiner allumfassenden Liebe umhüllt und dich besser verstanden als du dich selbst. Er hat dich nie verurteilt!
Wieder ist der Ruf ergangen, der uns veranlasst, zu erwachen, aufzustehen und die letzte Schläfrigkeit abzuschütteln, um dessen zu gedenken, was wir eins wussten. Die Engel, die leuchtend Goldenen, die in der Schöpfungsdämmerung seit der Geburt der Zeit so geduldig über uns wachten, rufen uns mit klingendem Engellied. Wir sollen sie willkommen heissen, ihre Gegenwart wahrnehmen und sie in uns eintreten lassen, in das volle Licht bewusster Verkörperung. Denn wenn wir den Übergang von der dritten Dimension zur vierten, fünften und noch weiter machen wollen, wenn wir die Goldenen Stufen aufwärts steigen und unserer Spur zurück nach Hause folgen wollen, müssen wir uns über die Dualität erheben, die Gegensätze ausgleichen und verschmelzen, die Polaritäten wieder zurück in die Einheit führen. So ruft dich dein Engel, will Einlass in dein physisches Fahrzeug, sucht sich in deinen Zehen zu verankern. Gib deine Identifikation mit dem schreienden kleinen Selbst auf. Das Ego, das dir so gut gedient hat, indem es dich zu dieser Tür beförderte, dient dir nicht länger. Jetzt ist die Zeit gekommen, dem Göttlichen die Führung zu erlauben. Niemals zuvor während der sich wandelnden geschichtlichen Gezeiten stand es den Engeln frei, sich in irdischen Frequenzen zu verkörpern und sich selbst in den Wurzeln der Materie zu verankern. Jetzt ist es möglich, denn ihr habt eure Arbeit gut getan, ihr geliebten Diener des göttlichen Schicksals. Durch die Umwandlung der Dichte in immer höhere Oktaven beschleunigter Lichtschwingungen habt ihr hiermit den rascheren Weg nach Hause angetreten.
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