IM000551banner2

IM00051002

MoMu, der intergalaktische Reisende

Die Wahrheit über diese Geschichte ist, dass sie kein Anfang und kein Ende hat. Die Zeit ist nämlich spiralig kreisrund ohne Anfang und Ende. Und deshalb können wir mit der Geschichte überall einsteigen.

Diese ohne Anfang und Ende ist für einen linear denkenden Menschen eher schwierig. Trotzdem tut es nichts zur Sache und die Erzählung ist so gestaltet, dass sie linear verstanden wird, obwohl sie multidimensional und zeitgleich stattfindet.

Stattfindet, genau. Nicht stattgefunden oder stattfinden werden. Alles ist Jetzt. Und gleichzeitig an vielen verschiedenen Orten.

Die lineare Erzählung dient nur dazu, dass einem menschlichen Wesen nicht schwindlig wird beim Zuhören. Die Plejadier z.B. hätten kein Problem damit, ein energetisches Gesamtpaket vor die Füsse gestellt zu bekommen oder ein Andronier hätte seine helle Freude daran, die Geschichte in metallischen Klängen geliefert zu hören.

MoMu ist ein weit gereistes intergalaktisches Wesen, das auf seinen Streifzügen durchs Universum viel erlebt und spannende Erfahrungen gesammelt hat. Es kennt tausende von Universen, Planeten und deren Bewohner. Es hat beim Erbauen von manchem Universum die Hände mit im Spiel gehabt und sich dabei manches Mal auch die Finger verbrannt. Viel Korrekturarbeit war die Folge.

Nun denn, heute begleiten wir MoMu ein Stück seines Weges. Mal sehen, wo er sich gerade herumtreibt.

Wir finden ihn in der Orion Bar in der nahe gelegenen Milchstrasse.

MoMu studiert gerade die Getränkekarte. Zu seinen Favoriten heute zählen der Supernova-Cocktail und der Raum-Zeit-Verkrümmungs-Likör und dann wäre da noch das Urknall-Bier…

Aber dann entscheidet er sich doch für den multidimensionalen Wandlungs-Drink, der hatte letztes Mal eine tolle Wirkung. Er bestellte seinen Drink telepatisch beim Barkeeper. Vlad hiess der Barkeeper und war heute ganz in Grün gekleidet, von der Zehe bis zum Scheitel. Das erinnerte MoMu an die grünen Frösche, diese elenden Viecher. Grüne Frösche waren gefährlich. Das wusste MoMu genau, seit er sie geküsst und mit ihnen Poker gespielt hatte.

MoMu machte es sich an der Bar bequem und betrachtet sie. Sie hatte die Form einer liegenden Acht. In der Mitte, dem Schnittpunkt gab es einen Platz für den Barkeeper. Es sah einerseits aus wie eine Leuchtröhre mit fliessenden Farbmustern. Innerhalb dieser Leuchtröhre gab es diesen raffinierten Mechanismus, der wie ein Fahrstuhl funktionierte und die oberen und unteren Etagen der Bar bediente. Andererseits gab es dieses fahrbare Band, mit dem die Gäste an der liegenden-Acht-Bar bedient wurden.

Es dauert nicht lange und MoMu’s Wandlungs-Drink stand da. MoMu sass alleine an der Bar. Er nahm seinen ersten Schluck … aahhhhh…  die Farben begannen bunter zu werden….

Das war doch was. Wandlungsfähig war er also immer noch.

Das mit dem Urknall-Bier, das hatte nur das erste Mal eine tolle Wirkung gehabt. Er hatte es in einem Zug leer getrunken, weil er sehr durstig war. Und dann urknallte es in seinen Ohren, dass er meinte, sein Trommelfell schwingt bis zum Phönix-Universum, das er kurz davor gebaut hatte. Leider war beim Bau eben dieses Universums etwas daneben geraten und Phönix wurde wegen zuviel Urknall kein Universum sondern ein abgebranntes schwarzes Loch. Irgendwie war MoMu bei der Berechnung der Energieverteilung im schwarzen Loch ein Fehler unterlaufen. Sowas musste man halt hinnehmen. Heute noch roch es verbrannt, wenn man in die Nähe des Phönix-Loches kam. Und deshalb ging man danach ein Urknall-Bier trinken. Wobei das Projekt Phönix noch nicht abgeschlossen war. MoMu würde noch herausfinden, wie es sich selber neu erschafft. Das einzige Problem dabei war noch, die Programmierung der Selbstzerstörung zu löschen.

Aber egal. Heute war Multidimensionaler-Wandlungs-Drink-Tag.

Offensichtlich war MoMu alleine an der Bar. Trotzdem bemerkte er zunehmend, dass da noch etwas war. Die Energien, die MoMu wahrnahm, lümmelten sich auf einigen der nahe stehenden Barhockern und kommunizieren miteinander und auch mit MoMu, wie er freudig und mit Erstaunen feststellen konnte.

Genial der Drink! Wirkung wie am ersten Tag!

Plötzlich und glasklar wurde ihm bewusst: Diese lümmelnden Energien, das waren Anteile von MoMu selbst! Die Farben blieben stehen und ebenso die Zeit. (Das ist ein Witz, in der Orion-Bar gibt es keine Zeit.) Heilige Mutter Maria, ist schon wieder Lagebesprechung? MoMu versuchte, den Knoten in seinem Hirn zu entwirren. Ahhh.. er erinnerte sich wieder, das Erden-MoMu hatte um eine Lagebesprechung gerufen! Deshalb ging das mit Phönix auch daneben, weil in der Hetze rechnete MoMu grosszügiger als genau. Aber das Erden-MoMu hatte zur Zeit erste Priorität, denn das Erdenprojekt war in Wahrheit das spannendste Projekt im Universum. Was auf der Erde passierte, hatte Auswirkungen auf alles im Universum.

MoMu erinnerte sich gut an die letzte Lagebesprechung, aber erstmal bemerkte er, dass alle trinkfest waren. Fröhlich prosteten sie einander zu. Hatte wohl jeder heimlich Saufen geübt, dachte MoMu für sich, und ein albernes Kichern stieg in ihm hoch. Etwas dämlich grinsend prostete er zurück. Man konnte meinen, MoMu sei bereits abgefüllt von seinem Drink, aber nein, er war erfüllt von … ja wovon eigentlich… jedenfalls erfüllt wegen der Begegnung mit allen seinen Selbst!

MoMu’s Drink begann zu blubbern und Vlad offerierte einen sprechenden grünen Wackelpudding. Ach du jemineh, sechs Beine hatte der Pudding und drei Augen auch noch und eingelassene Ohren. MoMu rieb sich die Augen und schob seine Erinnerung an grüne Frösche irgendwo hin und überhaupt alles auf den Drink ab. Dieser Vlad! Nun blubb-sprach-wabbelte dieser Pudding auch noch mit! Als ob nicht schon genug Aufregung herrschte! Vlad grinste breit als er MoMu’s Reaktion auf den grünen Wackelpudding sah und schob dem Pudding eine grüne Limette ins wabbelnde Loch. Das störte den Pudding weiter nicht, denn er begann freudig zu tanzen. Der tanzende Wackelpudding erzeugte diese klatschenden Geräusche wie grüne Frösche, die ins Wasser sprangen. MoMu sprach seinem Magen beruhigend zu und bestellte bei Vlad eine Portion UniversoPommes mit Regenbogensauce.

Nach den UnoversoPommes fühlte sich MoMu bedeutend besser und bemerkte im bunten Orionnebel die Geburt eines neuen Sterns. Freude stieg in ihm auf, vor allem auch, weil der Stern rosa war und nicht grün! Immer, wenn er seinen anderen Selbst begegnete, entstanden neue Dinge, einfach so, ohne Zutun. Magische Momente waren das, die MoMu über alles genoss.

Nun nahmen auch die Energieformen auf den Barhockern Gestalt an. Da war das ErdenMoMu, es sah etwas mitgenommen aus. Seine Farben waren etwas trübe und leuchteten nicht wie sonst. MoMu überlegte, ob das Getränk des ErdenMoMu’s schlecht war, aber eigentlich wollte er Vlad so einen Gedanken nicht unterstellen. Nun denn, dann war halt wieder Chaos auf der Erde, wie so oft in letzter Zeit. MoMu würde bestimmt bald erfahren, was los war.

Gleich neben dem ErdenMoMu sass das PlejadenMoMu. Die beiden hatten eine intensive Verbindung. Man könnte denken, dass die beiden was hätten zusammen. MoMu lachte in sich hinein, sie waren doch alle EINS! Trotzdem, das PlejadenMoMu konnte dem ErdenMoMu zur Zeit am besten weiterhelfen mit seinen Erfahrungen.

MoMu dachte an die Zeit zurück, als ER der Erde am meisten diente. Das war schon lange her. Wobei, so eine Zeit würde bald wiederkommen. Dann nämlich, wenn das ErdenMoMu erkannt hatte, wie Seins-Zustände verändert werden konnten. Dann würde ER mit dem ErdenMoMu das Universum unsicher machen. Darauf freute er sich schon jetzt, zu zweit Planeten bauen war viel schöner. Er bräuchte dann noch einen dritten im Bunde, weil zu dritt gings am besten. Jedenfalls nach seiner jetzigen Berechnungsmethode. Ab vier wurde es wieder zu kompliziert, weil zu viele Thesen da wären, die endlose Diskussionen nach sich zögen, und das mochte MoMu überhaupt nicht. Er nahm noch einen Schluck von seinem Getränk und die Farben des ErdenMoMu’s wurden von alleine etwas bunter. Ging doch…

Etwas abseits sass das HeiligenMoMu. Jedenfalls nannten es alle so. Es sass abseits, weil es so viel Licht trug. MoMu überlegte, wie es wohl war, soviel Licht zu tragen und wie Es es anstellte, sich so zu komprimieren, damit sein Licht hier in der Orionbar erträglich war für die anderen. Er kam zum Schluss, dass das HeiligenMoMu in Wahrheit wie ein ZIP-File hier war. Hoffentlich hatte das HeiligenMoMu den Knopf zum Licht entzippen gesichert, sonst würden sie alle verbrennen. Hihi, die Orionbar wie ein Zwilling vom verbrannten PhönixExperiment und sie alle mit drin! Wie es wohl war in einem schwarzen Loch drin? MoMu wusste es nicht genau. Seine Theorie war, dass man danach als Stern wiedergeboren wurde. Er musste sich noch überlegen, ob er das wollte. Wenn ja, dann könnte er sich überlegen, wie er das HeiligenMoMu etwas ärgern könnte.

Das HeiligenMoMu kam von ganz weit weg her, so weit, dass sich MoMu nicht erinnerte, auch mal dort gewesen zu sein. MoMu lästerte immer ein bisschen über soviel Heiligkeit. Wie konnte jemand nur so erleuchtet sein. Pah! In der Nähe des HeiligenMoMus, war jedoch alles anders. Jedenfalls fühlte sich MoMu einfach gut und geborgen, wenn es da war. Irgendwie war es der heimliche Lover aller MoMu’s. Lichtträger waren eben doch voll cool!

Das LaMemoriaMoMu war auch da. MoMu liebte es über alles. Es zeichnete alles auf von allen MoMu’s, alle Erlebnisse und Erkenntnisse. MoMu war ja so unglaublich vergesslich, was unnütze Dinge anging. Die anderen übrigens auch. Das LaMemoriaMoMu speicherte alles und gab sein Wissen bei Bedarf wieder ab. Es funktionierte wie eine riesige, externe Festplatte. MoMu war ein bisschen stolz auf sich, weil die Idee, ein LaMemoriaMoMu zu kreieren, war die seine gewesen. Natürlich hatten sie es passwortgesichert, damit kein Aussenstehender unbefugt darauf greifen konnte, wobei das Wissen von LaMemoria nicht geheim war. Die Passwortkarte sozusagen war frei erhältlich, sobald ein Wesen ein bestimmtes Bewusstsein erlangte. So war sichergestellt, dass das Wissen von LaMemoria nicht missbraucht wurde. Genial hatten sie das gemacht.

Und dann waren noch da:

Das TräumerMoMu, das sich ElSuenoMoMu nannte.

Das OrdenarMoMu

Das ChronoMoMu

Heute war also nur die Delegation der 12 aller MoMu’s da. Gut so, dann waren die Diskussionen kürzer.

ErdenMoMu zu sein war echt eine Herausforderung! Es hatte sich die Aufgabe gestellt, auf der Erde als ALLE MoMu’s zu SEIN und zu LEBEN. Die Gefahr, schizophren zu werden, war ja ausgeschaltet, aber multiphren konnte es werden! Ein SuperSpinner, wie konnte es sich das nur antun! MoMu wusste, wie schwierig das war, ErdenMoMu zu sein, ausgestattet mit einem Verstand, dessen Lieblingsbeschäftigung es war, Glaubenssätze aufzustellen, Urvertrauen in Misstrauen zu wandeln, zu denken, wo handeln angesagt war, Probleme zu schaffen, wo es doch nur Lösungen gab und vor allem zu vergessen!!!! Dieser Verstand vergass all das Unangenehme. Haha dieser Schlingel! Aber nun gabs ja das LaMemoriaMoMu.

Und dann diese Gefühle, wie peinlich! Dieses Rumgeschreie und diese Leidensgeschichten immer wieder, ach du je! MoMu verdrehte die Augen. Das ErdenMoMu sah das hoffentlich anders. MoMu war glücklich ohne Gefühle!

Mitten in MoMu’s Gedankenkarusell mischte sich das HeiligenMoMu ein.

„MoMu, weißt du eigentlich, welchen Anteil DU in dem Ganzen hast?“

MoMu war gerade beim Schleier des Vergessens des ErdenMoMus angelangt und nun diese Frage. Nö, hatte er noch nie überlegt.

„Was denn? Sag schon, grosser, heiliger MoMu!“

„Du bist der Drama-König in dem ganzen Spiel!“ Nun lachte sogar das HeiligenMoMu aus vollem Herzen.

„Ach du heilige Scheisse! Drama-König!“ Wie konnte MoMu sowas passieren? Er war der Speicher all dieser peinlichen Gefühle und von dem Superchaos, das sich für ihn unerklärlicherweise immer mal wieder ergab! Nun, das gab eine prima Erklärung für das PhönixExperiment ab und für die grünen Frösche ebenfalls. Nur Speicher für eklige Frösche, gehörte gar nicht ihm wirklich! Haha, was hatte er sich da angelacht. Er musste völlig verrückt gewesen sein bei der Aufgabenverteilung. Hinterher war ja jeder klüger.

Glücklicherweise gab es da das OrdenarMoMu, ein richtiger Ordnungsteufel, der alles wieder ins Lot brachte. MoMu schickte einen lieben Gedanken in seine Richtung. Was war er froh, das er nichts wirklich selber aufräumen musste.

Das HeiligenMoMu schmunzelte bei MoMu’s Gedanken. ALLES gehörte ALLEN! Eines Tages, wenn sie wieder alle vereint sind, würde das auch MoMu wissen.

Die Sitzung hatte begonnen, MoMu musste sich jetzt konzentrieren. Das ErdenMoMu hatte das Wort, es sah immer noch ziemlich müde aus, in seinen Augen schimmerte jedoch Hoffnung auf Hilfe.

„Liebe MoMu’s, ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr alle gekommen seid.“

„Aha, schnulzige Einleitung, tztz!“ dachte MoMu.

„MoMu!“ wies ihn das HeiligenMoMu zurecht.

Manchmal ist diese Gedankenleserei wirklich lästig, dachte MoMu weiter und wechselte die Gedankenfrequenz, in der Hoffnung, nicht mehr beim Denken erwischt zu werden. Das LaMemoriaMoMu klinkte sich jedoch sofort ein, damit nichts verloren ging. Da hatte MoMu auch nichts dagegen, denn das LaMemoriaMoMu hatte keine Befugnis, ihn zurechtzuweisen.

„Ich wollte euch um eine Beurteilung der Lage auf der Erde bitten“, sprach das ErdenMoMu weiter. „Ihr habt doch den Überblick und euren ganz eigenen Blick über die Lage der Dinge.“

Alle blickten jetzt auf die Erde. Wunderschön, schwebte sie im All. Edel und majestätisch war sie anzusehen. Etwas grob geschaut in Blau-Grün, etwas lichter geschaut in glitzernden, bunten Farben. Lange Zeit schauten alle wortlos auf den schönen Planeten, der da seine Bahn zog.

Dem HeiligenMoMu stand die erste Antwort zu, denn es hatte den grössten Überblick. Es liess sich lange Zeit.

Etwas langsam im Denken, fand MoMu, der Tempo liebte. Er schaffte es diesmal, nicht zuerst zu reden, worüber er ziemlich stolz war. Er lernte sogar, seine Geschwätzigkeit zu zügeln. Dafür erntete er einen Liebesschub vom HeiligenMoMu. „Ups, der merkte noch immer alles!“ MoMu fühlte sich ertappt und glücklich angenommen, ob diesem Geschehnis.

Nun sprach das HeiligenMoMu: „Liebes ErdenMoMu, wir sehen, dass du erschöpft bist. Das ist auch nahe liegend, all die viele Arbeit, die du geleistet hast! Schau die schöne Erde, ein Wunder ist geschehen! Die vielen bunten Farben, die du gemacht hast.

Das ErdenMoMu schaute staunend auf die Erde: „Ich soll das gemacht haben?“

„Aber sicher ist das dein Werk!“ sprach das HeiligenMoMu.

Das ErdenMoMu schwieg ungläubig.

Dann: „Wenn das so schön anzusehen ist, wieso geht’s mir so mies?“

„Ich erklär’s dir“, sprach nun das PlejadenMoMu ganz liebevoll. „Die Energie der Erde hat von Hin- und Her auf Ausdehnung gewechselt. Das war nur möglich, weil eine bestimmte Anzahl Menschen auf diese Ausrichtung fokussiert war. Du, mein liebes ErdenMoMu, bist einer davon. Nun ist es so, dass du dich in dieser Ausdehnungsenergie sehr wohl fühlst, aber viele, d.h. die meisten Erdenbewohner noch, sich sträuben gegen Ausdehnungsenergie. Wer sich sträubt, der schliesst als erstes sein Herz und hält sich mit aller Kraft an uralte Dinge, die bisher auch immer wunderbar funktioniert haben. Alte Methoden funktionieren aber nicht mehr in der Ausdehnungsenergie. Verzweifelt klammern sich die Menschen noch heftiger an die alten Methoden. Das gibt ein Chaos und eine Trennung der Wege, die gegangen werden. Das Ermüdende bei der Sache ist der Spagat, den du machst zwischen dem Wechsel von Hin- und Her-Energie einerseits im Austausch mit anderen Menschen und AusdehnungsEnergie andererseits.“

„Wenn doch Chaos ist, wieso glitzert denn die Erde so schön?“ Das ErdenMoMu verstand gar nichts mehr.

Eine ruhig pulsierende Wärme breitete sich aus in der Orionbar. Das Wesen Erde kam, uneingeladen zwar, wie MoMu festellte, trotzdem passend. Und seine Mitteilung war interessant für das ErdenMoMu: „Liebes Erdenwesen, das du doch ein Engelwesen bist, sei herzlich gegrüsst. Meiner Absicht, mich auf der Spirale auf eine andere Schwingung einzustellen, bin ich Schritt für Schritt nachgegangen. Das Chaos, in dem die Menschheit steckt, macht mir nichts. Ich behüte alle Menschen, ich ernähre alle, ich helfe allen. Aber ich warte nicht mehr. Ich gehe vorwärts, gemächlich zwar, damit alle mitkommen können, aber stetig vorwärts. Wenn es dir nicht so gut geht, dann verbinde dich mit mir. Ich schenke dir die Kraft, die du brauchst. Immer.“

Und wie dem ErdenMoMu diese Erdenenergie gut tat. Und die Worte der Erde schenkten ihm Hoffnung auf eine schönere Welt. Es erinnerte sich, dass das ein Teil seines Plans war, wieso es auf der Erde war. Die Erschaffung von Friede und Schönheit auf der Erde, von Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Es lachte, wie einfach es war, wenn es hinter dem Schleier des Vergessens war.

Sogar MoMu war still geworden ob des feierlichen Moments.

Das LaMemoriaMoMu speicherte ununterbrochen mit. Wie spannend!

Das OrdenarMoMu war glücklich, dass mal Klartext gesprochen wurde.

Das ElSuenoMoMu träumte sich in eine friedliche Welt hinein.

Das PlejadenMoMu verband sich in Liebe mit dem Erden-MoMu.

Das HeiligenMoMu hielt all die neu gesponnen Fäden in der Hand.

Das ErdenMomu strahlte in allen Farben und begann mit den neuen Fäden schöne Muster zu stricken. Der Blick nach vorne war wieder geschärft, der Hoffnungskeim in seinem Herzen ein wenig gewachsen.

MoMu plante bereits wieder ein neues SpaceShuttle, eins mit einem automatisierten DematerialisationsMechanismus, damit man durch den AllMüll durchfliegen konnte. Und ein Zweisitzer wird es, damit das ErdenMoMu mitfliegen konnte!

Wer nun denkt, die Sitzung ist beendet und alle gehen gleich wieder ihren eigenen Dingen nach, täuscht sich.

Jetzt wurde gefeiert. Vlad hatte sich nämlich alles mit angehört und sich in der Zwischenzeit einen neuen, passenden Drink ausgedacht. Eine VereinigungsBowle mit himmlischem Mannah, irdischen Erdbeeren, PlanetenKlängen, gekühlt mit kristallinen Silberwürfeln. Das würde die ganze Sache beschleunigen.

Irgendwann viel später in der zeitlosen Zeit erklingt dann der Sprecher der Orionbar:

“Hier spricht die Weisheit der Orionbar, dem intergalaktischen Treffpunkt! Ihre nächsten Flüge auf unterschiedliche Ebenen sind nun bereit gestellt! Finden Sie weiter nach ihrer individuellen Lösung und gehen sie zu den Startrampen! Dort wird man Sie erwarten! Nehmen Sie es "light", denn irgendwann und irgendwo, verehrte Gäste, sehen sich alle an einem gemeinsamen Punkt wieder! Gute Reise und besuchen Sie uns bald einmal wieder!“

“Und das ErdenMoMu wird sich am nächsten Morgen mit Froschaugen und einen irren Traum erahnend, erwachend in seinem Bett vorfinden und von nichts mehr wissen.

Ausser, da gibt’s diesen leuchtenden Hoffnungskeim, heftig spürend im Herzen und die neu gestrickten SilberfädenVerbindungen, unsichtbar zwar, aber deutlich fühlend und Vertrauen schenkend.

 

BuiltWithNOF

[Crystal 121] [Es geht weiter] [Aura Soma] [Geschichten] [Muck der Laternenmann] [Lametta] [Paradies auf Erden] [Der eine Stern] [MoMu's Reise] [Wer dahinter steckt] [Kontakt] [Links]